30.01.2026
Von goldenen Körnern zu bunten Abenteuern
AWOBBSued/DLüdtke

Die schönsten Ideen entstehen oft draußen, mitten in der Natur. Bei regelmäßigen Wald- und Wiesenspaziergängen entdeckten die Kinder am Feldrand Maiskolben – und hatten sofort eine Idee: Diese sollten mitgenommen und weiterverarbeitet werden.

Gemeinsam sammelten die Kinder die Maiskolben, pulte mit viel Ausdauer die Körner heraus und bewahrten sie sorgfältig auf. Über den Winter entwickelte sich daraus ein nachhaltiges Projekt, getragen von Forscherdrang, Kreativität und eigenem Entdecken.

Die Maiskörner wurden eingefärbt und verwandelten sich in bunte Schätze. Sie wurden gezählt, nach Farben sortiert, zu Mustern gelegt und immer wieder neu angeordnet. Ganz spielerisch setzten sich die Kinder mit Mengen, Strukturen und Zusammenhängen auseinander und erlebten mathematische Vorläuferfähigkeiten mit allen Sinnen.

Zum Abschluss wartete ein besonderes Erlebnis: Alle Körner kamen in eine große Wanne. Hände tauchten ein, Körner rieselten durch Finger, Farben mischten sich, Geräusche entstanden. Die Kinder fühlten, schütteten, verglichen und genossen intensive haptische Erfahrungen, die Raum für freies Spiel und eigenes Erleben boten.

Dieses Projekt zeigt, wie nachhaltige Bildungsarbeit gelebt wird: aus der Natur heraus, mit offenen Augen unterwegs und getragen von den Ideen der Kinder. Was bei einem Spaziergang begann, wurde zu einer bunten Entdeckungsreise – und aus kleinen Maiskörnern wurden große Erfahrungen.