Sexualpädagogik
Was ist Sexualpädagogik?
Sexualpädagogik ist ein Teilbereich der Pädagogik, der sich mit der sexualbezogenen Bildung und Erziehung befasst. Sie unterstützt Menschen dabei, eine selbstbestimmte, verantwortungsvolle und respektvolle Sexualität zu entwickeln – alters- und entwicklungsangemessen.
Ziele der Sexualpädagogik
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Aufklärung über körperliche, emotionale und soziale Aspekte von Sexualität
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Förderung von Selbstbestimmung und Verantwortungsbewusstsein
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Schutz vor sexueller Gewalt und Grenzverletzungen
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Stärkung von Respekt, Toleranz und Vielfalt
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Unterstützung bei Fragen zu Identität, Geschlecht und Beziehungen
Inhalte und Methoden
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Körperwissen und biologische Grundlagen
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Verhütung, Schwangerschaft, Geburt
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Beziehungsgestaltung und Kommunikation
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Diversität in Sexualität und Geschlecht
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Rechte und Schutz vor Übergriffen
Die Vermittlung erfolgt je nach Zielgruppe über Gespräche, Workshops, Medienarbeit, kreative Methoden und praktische Übungen.
Gesetzliche und fachliche Grundlagen
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§ 47 SGB VIII (Jugendarbeit, Jugendsozialarbeit, erzieherischer Kinder- und Jugendschutz)
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Lehrpläne der Bundesländer für Sexualerziehung in Schulen
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Empfehlungen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)
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Kinder- und Jugendschutzgesetze
Wer arbeitet sexualpädagogisch?
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Lehrkräfte
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Sozialpädagogen und Sozialarbeiter
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Fachkräfte in der Kinder- und Jugendarbeit
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Fachstellen für Sexualpädagogik und Prävention
Wichtig zu wissen
Sexualpädagogik ist nicht auf Schule beschränkt – sie findet in vielen Lebensbereichen statt: in Kitas, Jugendzentren, Beratungsstellen oder auch in der Erwachsenenbildung. Sie ist nicht identisch mit Sexualtherapie, sondern präventiv und bildend ausgerichtet.
Weitere Infos erhalten Sie bei unseren Schwangerenberatungsstellen.