10.09.2026
Ehrenamt verbindet: AWO Dahme-Spreewald lädt zum traditionellen Empfang nach Wildau

Sie schenken ihre Zeit, packen an, organisieren, helfen und halten ihre Vereine und Initiativen am Laufen: Mehr als 100 ehrenamtlich engagierte Menschen kamen gestern zum traditionellen Ehrenamtsempfang des AWO Kreisverbands Dahme-Spreewald auf dem Gelände des Angelvereins in Wildau zusammen. Ein Abend ganz im Zeichen derer, die sich freiwillig für andere und ihre Gemeinschaft starkmachen.

Seit 2010 lädt der Kreisverband mit dem Empfang regelmäßig engagierte Menschen aus Vereinen, Initiativen, sozialen Projekten und vielen weiteren Bereichen zusammen. Im Mittelpunkt steht dabei eine Botschaft, die gar nicht oft genug gesagt werden kann: Danke. Danke für Zeit, Tatkraft, Ideen und die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen.

Die AWO Kreisvorsitzende Tina Fischer, MdL, der Wildauer Bürgermeister Frank Nerlich sowie der brandenburgische Finanzminister Daniel Keller begrüßten die Gäste. In seiner Ansprache würdigte Keller die große Bedeutung des Ehrenamts für den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Dabei wurde er auch persönlich: Der Minister berichtete von seinem eigenen ehrenamtlichen Werdegang als Vorsitzender eines Judovereins, den er bereits im Alter von 26 Jahren übernommen hatte. „Ehrenamt beginnt oft mit dem Wunsch, etwas zu bewegen – und irgendwann merkt man, dass man selbst Teil einer Gemeinschaft geworden ist, die viel größer ist als das eigene Engagement. Genau das hält unsere Gesellschaft zusammen“, so Keller.

Sein persönlicher Rückblick machte deutlich, dass ehrenamtliches Engagement nicht nur Verantwortung bedeutet, sondern auch prägt, verbindet und Gemeinschaft schafft. Ob im Sportverein, in sozialen Einrichtungen, bei der Feuerwehr oder in Initiativen vor Ort – überall dort, wo Menschen freiwillig Verantwortung übernehmen, entsteht gesellschaftlicher Zusammenhalt.

Auch Tina Fischer, MdL, stellte die Menschen in den Mittelpunkt, die sich tagtäglich engagieren. Sie verglich das Ehrenamt mit einem Rucksack, den jede und jeder Engagierte mit sich trägt: gefüllt mit Überzeugung, Tatendrang, Ideen und der Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen. „Manchmal wird der Rucksack im Laufe der Jahre schwerer, weil immer mehr Verantwortung hinzukommt. Aber genau darin liegt auch seine Stärke – denn niemand muss diesen Rucksack allein tragen“, sagte Fischer.

Bei angeregten Gesprächen nutzten die rund 70 Gäste anschließend die Gelegenheit, mit Daniel Keller und Tina Fischer persönlich ins Gespräch zu kommen. Dabei ging es um die vielen Erfolge, die ehrenamtliches Engagement hervorbringt, aber auch um die Herausforderungen, mit denen Vereine und Initiativen heute konfrontiert sind. Nachwuchsgewinnung, zeitliche Belastungen, bürokratische Anforderungen und die Frage, wie freiwilliges Engagement auch künftig attraktiv und möglich bleibt, gehörten zu den Themen des Austauschs.

„Der heutige Ehrenamtsempfang zeigte einmal mehr, wie vielfältig das Engagement im Landkreis Dahme-Spreewald ist. Menschen aus unterschiedlichen Bereichen und mit ganz unterschiedlichen Erfahrungen kommen zusammen – verbunden durch die Bereitschaft, etwas für andere und für ihre Gemeinschaft zu tun“, fasst der Wildauer Bürgermeister Frank Nerlich den Abend zusammen.

Der AWO Kreisverband Dahme-Spreewald setzt mit seinem traditionellen Empfang ein bewusstes Zeichen der Wertschätzung: Ehrenamt ist keine Selbstverständlichkeit. Es ist ein unverzichtbarer Teil einer lebendigen und solidarischen Gesellschaft.