24.08.2026
Einblicke in die vielfältige Arbeit der AWO: Nadine Graßmel, MdL besucht Einrichtungen in Lübben

Im Rahmen ihrer alljährlichen Sommertour besuchte die SPD-Landtagsabgeordnete Nadine Graßmel einen Tag lang unsere Einrichtungen in Lübben. Dabei konnte sie sich vor Ort ein umfassendes Bild von den vielfältigen Angeboten, den täglichen Herausforderungen und vor allem vom engagierten Einsatz unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter machen.

Den Auftakt des Besuchsprogramms bildete das AWO-Zentrum zur tagesstrukturierten Betreuung von Menschen mit besonderen Bedarfen am Ostbahnhof. Hier erhielt Frau Graßmel einen unmittelbaren Einblick in die Vielschichtigkeit der Angebote und in die individuellen Bedürfnisse der betreuten Klientinnen und Klienten. Einrichtungsleiterin Maria Adler erläuterte anschaulich die tägliche Arbeit und ging dabei auch auf rechtliche Rahmenbedingungen ein, die eine bedarfsgerechte und flexible Umsetzung der Angebote in der Praxis immer wieder erschweren. Der Austausch machte deutlich, wie wichtig passgenaue Unterstützung und verlässliche Rahmenbedingungen für die Teilhabe von Menschen mit besonderen Bedarfen sind.

Anschließend führte der Weg zur frisch sanierten ambulanten und mobilen Frühförderstelle am Mühlendamm, die erst in diesem Jahr ihre neuen Räumlichkeiten bezogen hat. Einrichtungsleiterin Antje Kretschmann führte Nadine Graßmel durch die modernen Räume und gab ihr einen vertieften Einblick in den abwechslungsreichen Arbeitsalltag des neunköpfigen Teams. Die Mitarbeiterinnen der Frühförderstelle begleiten und fördern Kinder im Alter von 0 bis 6 Jahren, die in ihrer geistigen, körperlichen, emotionalen oder sozialen Entwicklung Auffälligkeiten im Vergleich zu gleichaltrigen Kindern zeigen. Dabei steht stets das einzelne Kind mit seinen individuellen Fähigkeiten, Bedürfnissen und Entwicklungsmöglichkeiten im Mittelpunkt. Die Abgeordnete konnte sich davon überzeugen, wie viel fachliches Wissen, Einfühlungsvermögen und persönliches Engagement hinter dieser wichtigen Arbeit steckt.

Zum Abschluss des Besuchstages stand die Spreewaldwerkstatt in der Hartmannsdorfer Straße auf dem Programm. Neben dem Standort in Lübben verfügt die Spreewaldwerkstatt über weitere Standorte in Lübbenau/Spreewald, Luckau und Kemlitz. Insgesamt sind hier rund 400 Beschäftigte in den unterschiedlichsten Arbeitsbereichen tätig. In Lübben liegt ein besonderer Schwerpunkt auf der Wäscherei. Dort werden monatlich bis zu 25 Tonnen Wäsche gewaschen, getrocknet, gebügelt, gemangelt und sorgfältig zusammengelegt. Darüber hinaus gehört unter anderem die Montage verschiedener Elektroartikel zu den Arbeitsfeldern der Spreewaldwerkstatt. Einrichtungsleiter Sven Born führte Nadine Graßmel, MdL durch die Werkstatt und erläuterte die verschiedenen Arbeitsschritte. Dabei wurde deutlich, mit welcher Sorgfalt, Zuverlässigkeit und Verantwortungsbewusstsein die Beschäftigten ihre täglichen Aufgaben erfüllen. Gleichzeitig berichtete er über die vielfältigen Bemühungen der Einrichtung, Menschen mit Behinderungen beim Übergang auf den allgemeinen Arbeitsmarkt zu unterstützen.

Dass dieser Übergang nach wie vor mit großen Herausforderungen verbunden ist, zeigt die aktuelle Erfolgsquote von lediglich rund 0,6 Prozent. Umso wichtiger sind individuelle Begleitung, geeignete Rahmenbedingungen und Arbeitgeber, die bereit sind, Menschen mit Behinderungen eine berufliche Perspektive auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt zu eröffnen. Exemplarisch berichtete er über das Projekt „Schichtwechsel“, das seit 2019 jährlich durchgeführt wird und bei dem unsere Beschäftigten einen Tag lang ihren Arbeitsplatz mit Beschäftigten anderer Unternehmen tauschen. Die hierbei gemachten Erfahrungen sind für beide Seiten wertvoll, stellte er heraus.

Der Besuch von Nadine Graßmel, MdL bot damit nicht nur die Gelegenheit, unsere Einrichtungen und deren vielfältige Angebote kennenzulernen. Vor allem der persönliche Austausch machte deutlich, wo die tägliche Arbeit bereits erfolgreich gelingt, aber auch, an welchen Stellen politische und rechtliche Rahmenbedingungen weiterentwickelt werden müssen. Wir bedanken uns herzlich bei Frau Graßmel für den offenen und interessierten Austausch sowie für die Zeit, die sie sich genommen hat, um die Menschen und die Arbeit hinter unseren Angeboten persönlich kennenzulernen.