08.07.2026
Social-Media-Verbot?
AWOBBSued/FStrencioch

Gemeinsam mit Mo Troppa vom DRK haben wir am Forum „Social-Media-Verbot - wer übernimmt Verantwortung?“ - eingeladen vom LMB (Landesfachverband Medienbildung Brandenburg e. V.) teilgenommen. Zusammen mit Fachleuten aus Politik, Wissenschaft und Bildung haben wir uns intensiv ausgetauscht. Unser klares Fazit: Schützen heißt nicht verbieten, sondern befähigen. Social Media ist für junge Menschen kein reines Freizeitvergnügen, sondern ein echter Lebensraum. Wenn wir hier pauschal alles verbieten, schließen wir Jugendliche von ihrer eigenen Lebenswelt aus. Im schlimmsten Fall nutzen sie die Netzwerke dann einfach heimlich – ganz ohne Begleitung durch uns oder die Eltern.

Sinnvoller als Verbote sind gezielte technische Einschränkungen, wie das Abschalten von Push-Benachrichtigungen für Teens, und vor allem die aktive Förderung von Medienkompetenz.

Medienkompetenz betrifft uns alle
Ein Fakt, der uns vor Ort besonders nachdenklich gemacht hat: Fake News und Falschinformationen werden im Netz oft gar nicht von Jugendlichen verbreitet, sondern ungeprüft von Erwachsenen weitergeleitet. Medienbildung ist deshalb kein einmaliger Crashkurs für Kinder, sondern eine lebenslange Aufgabe für die gesamte Gesellschaft.

Um digitale Räume sicherer zu machen, konnten wir vor Ort auch neue Tools testen – wie das KI-Werkzeug „KIVI“ der Medienanstalt Berlin-Brandenburg, das dabei hilft, Hasskommentare auf Plattformen wie TikTok zu erkennen und direkt zu melden. Für unsere tägliche Arbeit nehmen wir mit: Nur wer Medien versteht, kann selbstbestimmt und sicher handeln.