24.03.2026
Die Grenze ihrer Sprache, ist die Grenze ihrer Welt!
Projektförderung durch die YOU-Stiftung und EDEKA

Der Erwerb sprachlicher Kompetenzen in der frühen Kindheit ist ein wesentlicher Schlüssel für Bildungserfolg und gesellschaftliche Mitwirkung. Dies gilt in besonderem Maße für Kinder, die mehrsprachig aufwachsen oder in ihrem häuslichen Umfeld nur wenige sprachliche Anregungen erhalten. Vor diesem Hintergrund verfolgt die AWO-Integrationskita Sonnenblumen im Rahmen des Projekts „Sprache digital entdecken – Sprachförderung durch Ausstattung in der Kita Brandenburg“ einen gezielten Ansatz, um Sprachbildung alltagsnah zu gestalten und sie mit Inhalten der Ernährungsbildung zu verknüpfen.

Die Handelskette EDEKA sowie die YOU-Stiftung wurden im Internet auf die AWO Integrationskita im Cottbuser Stadtteil Schmellwitz aufmerksam und unterstützen das Projekt mit einer Fördersumme von 4.500 Euro. Anlässlich der heutigen Scheckübergabe in der Einrichtung waren Vertreterinnen und Vertreter der Stiftung sowie von EDEKA persönlich vor Ort, um sich einen Eindruck vom bisherigen Projektverlauf aus erster Hand zu verschaffen.

Einrichtungsleiterin Regina Grafe erläuterte den Ansatz der AWO Integrationskita, über Alltagssprache zum Thema Ernährung, die Grundvoraussetzungen für Bildungssprache zu schaffen, denn Essen und Trinken sind für alle Kinder gleichermaßen bedeutsam. „Viele unserer Kinder sind von Armut betroffen“, stellte Regina Grafe fest. „Vor diesem Hintergrund nehmen die Kinder begierig die Angebote der Kita, die in unserem Projekt zusammengefasst sind, an“. In diesem Zusammenhang ging sie auch auf die „digitalen Bedürfnisse“ der Kinder ein, die im Rahmen des Projekts ebenfalls angeregt und gefördert werden.

Mit Blick auf Gewaltausbrüche an der Regine-Hildebrand-Grundschule im Stadtteil Sachsendorf, machte Elisa Kaletta, Leiterin des Fachbereichs Kinder und Jugend beim AWO Bezirksverbands Brandenburg Süd e. V., die Dringlichkeit unseres Anliegens deutlich: „Die Grenze ihrer Sprache, ist die Grenze ihrer Welt! An dieser Stelle nachzusteuern und Benachteiligungen auszugleichen, ist unsere Verpflichtung“, so Elisa Kaletta abschließend.