AWO Regionalverband Brandenburg Süd e. V.

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Jahreshauptversammlung des AWO Ortsverein Luckenwalde

12.05.2014 Luckenwalde.
Mitglieder des AWO Orstverein Luckenwalde trafen sich zur jährlichen Hauptversammlung, um über die Arbeit des Vorstandes sowie über die Entwicklung des Vereins im vergangenen Geschäftsjahr zu informieren.
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Die Vorsitzende, Karin Sprenger, begrüßte alle ...

... anwesenden Gäste und stimmte sie auf die Veranstaltung ein.

Währenddessen trafen die Landtagsabgeordnete Frau Prof. Dr. Heppener und ihr Amtsnachfolger, Erik Stohn, als geladene, prominente Gäste ein und wurden mit großem Applaus begrüßt.

Das Ehepaar Heppener, welches seit vielen Jahren zum AWO Ortsverein Luckenwalde gehört, ließ es sich nicht nehmen, auch dieser Einladung zu folgen. Ingrid Herold, ehemalige Vorsitzende des AWO Kreisverband Teltow-Fläming, entschuldigte Karin Wegel, die augenblicklich im Jugendweihe - Marathon der Arbeiterwohlfahrt steckt und aus diesem Grund nicht dabei sein konnte.
Anschließend gab die Vorsitzende den Veranstaltungsablauf bekannt und eröffnete zunächst die Kaffeetafel. 

Nach der kleinen Stärkung nahmen die Vorstandsmitglieder im Präsidium Platz und der offizielle Teil wurde mit dem Vorschlag und bestätigenden Handzeichen, Waldemar Stärk als Versammlungsleiter zu ernennen, eröffnet.

Es folgten die Referate der Vorsitzenden über die Arbeit im zurückliegenden Vereinsjahr. Neben den Ausführungen über die erfolgreiche Arbeit hinsichtlich der Veranstaltungen und der ehrenamtlichen Arbeit vieler Vereinsmitglieder, stellte sie das Problem der Nachwuchswerbung in den Focus. 
Treue Mitglieder werden älter und können sich aus gesundheitlichen Gründen oft nicht mehr so einbringen, wie sie es gerne täten. Andere, jüngere Leute, sind oft durch Beruf und Familie sehr eingebunden und wollen sich nicht zusätzlich an einen Verein binden. „Deshalb wollen wir die neuen Medien nutzen und über unsere Internetseite gerade jüngere Menschen ansprechen, die sich im Verein engagieren  möchten!“ führte Frau Sprenger aus. Mit Stolz wies sie darauf hin, dass mit großer Unterstützung des AWO Regionalverbandes Brandenburg Süd e. V., im Februar diesen Jahres eine Internetseite eingerichtet wurde, die die Arbeit des Ortsvereins darstellt und mit aktuellen Themen auf sich aufmerksam machen möchte.

Gerade in unserer Region ist die AWO eine wichtige Größe, eine Institution mit Herz, die für alle Menschen offen ist. Nicht nur älteren Menschen soll eine Alternative zur Freizeitgestaltung und gegen Vereinsamung aufgezeigt werden, es soll vor allem eine Stimme geben, die als Individuen sonst kein Gehör finden.

Frau Sprenger lobte die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des AWO Zentrum, die mit ihren Klientinnen und Klienten ebenfalls an vielen Versammlung und Veranstaltungen teilnahmen. Gerade die Vernetzung zwischen jüngeren und älteren Menschen, zwischen hauptamtlichen und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnnen und Mitarbeitern liegt - nicht nur - der Vorsitzenden am Herzen. "Nur gemeinsam können wir die Aufgaben der nächsten Jahre stemmen", so Karin Sprenger. Ein deutlicher Unterschied zu anderen Vereinen solle das Ziel sein. 

Weiterführend berichtete Herr Stärk über die Einnahmen und Ausgaben und legte den Mitgliedern seinen Finanzbericht vor, welcher von Anette Simon, Revisorin des Vereins, auf Richtigkeit der Angaben und mit Prüfungsergebnissen bestätigt wurde.

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Das Wort geht an die Mitglieder:

Frau Prof. Dr. Heppener lobte die Arbeit des Vereins und gab bekannt, dass sie bald ihren 80. Geburtstag feiert und sich aus der hauptamtlichen Arbeit zurückziehen wird. Sie gab allen Anwesenden eindringlich mit auf den Weg: „ Jede Veranstaltung baut ältere Menschen auf und holt sie aus ihrer Einsamkeit, der Mensch benötigt Kontakt zu Anderen. Wir müssen nicht nur wollen oder wünschen, nein wir älteren sollten hartnäckig unsere Forderungen verfolgen und durchsetzen! Die Stärken der Älteren sind schließlich deren Erfahrung, Stärke, Ausdauer und Hartnäckigkeit, sie müssen genutzt werden.“ Sie führte einige Beispiele gerade beim Umbau des Nutheparks an. Die Bequemlichkeit der Bänke, um nur ein Bsp. zu nennen. Warum befragt man nicht auch ältere Menschen im Vorfeld zu den Nutzungseigenschaften. Bänke sollen schon recht schön aussehen, aber sollten sie nicht auch bequem sein?!!
Sie rief die Mitglieder auf, den Kontakt zum Haus Sonnenschein zu nutzen. Dieses Haus wird auch von unseren Mitgliedern regelmäßig besucht (Spielegruppe trifft sich dort), um regionale Probleme gemeinsam mit dem Senioren- und Behindertenbeirat anzugehen, der dort seinen Sitz hat. „Gemeinsam stark machen!", so ihr Hinweis.

Frau Prehm, Ehrenvorsitzende des Ortsverein, griff diesen Punkt der Ansprache auf und bestätigte die eindringlichen Worte ihrer Vorrednerin. "Wir müssen uns stark machen, wir wollen uns einmischen, nur so können wir für unsere Generation etwas erreichen."

Ein weiteres Vereinsmitglied, Frau Wüstenhagen, sprach von der Hartnäckigkeit, die gerade ältere Menschen ausmacht, die etwas erreichen wollen. So konnte sie darüber berichten, dass diese Hartnäckigkeit zum Erfolg bei der angedachten Schließung des Freibades im Elstal führte.

Dann meldete sich Herr Kerstein zu Wort. Seine Ansprache machte alle Anwesenden sehr betroffen. 
Er berichtete über die Freude und die schöne, gemeinsame Zeit, die in vierzehn Jahren gemeinsamer Leitung der Radlergruppe mit Frau Falke entstand. Alle 14 Tage führten die Beiden unsere Radler ins Umland. Sie planten Touren und trafen die Vorbereitungen für eine Rast zwischendurch. Bis zum Radlerball, der jährlich im November stattfindet und als Höhepunkt die Radlersaison abschließt, wird er seine ehrenamtliche Aufgabe noch erfüllen wollen. Dann möchte er den Staffelstab an einen Nachfolger übergeben. Er bat dann die Vorstandsmitglieder und auch die Vereinsmitglieder darum, sich Gedanken um einen Nachfolger zu machen. Günter Kerstein wurde im Jahre 1927 geboren und muss inzwischen mit seinen Kräften etwas haushalten. 
Allen im Saal gingen diese Worte sehr nah und die Vereinsmitglieder, es sind ca. 30 Radlerinnen und Radler unter ihnen, die sich den Touren anschließen, reagierten sehr betroffen, bevor Erik Stohn spontan das Wort ergriff und sowohl Herrn Kerstein, als auch Frau Falke für die vielen Jahre ehrenamtlicher Arbeit für den Verein lobte und dankte. Er übergab dem Team als kleines Dankeschön einen Blumenstrauß. Ein kräftiger Beifall bestätigten seine Worte.

Herr Stohn wird sicher ein guter Nachfolger unserer Frau Prof. Dr. Heppener werden, er fand sofort die Nähe zu den Mitgliedern und wagte sogar das ein oder andere Tänzchen, was ihn sofort in viele weibliche Herzen katapultierte.

Für Herrn Kerstein hoffen wir, dass er die AWO in guter Erinnerung behält und die eine oder andere Veranstaltung auch in Zukunft verfolgen wird. Und Herrn Stohn möchten wir zustimmend sagen, dass wir uns noch mehr junge Menschen wünschen, die nicht nur reden, sondern handeln. Auf ihn können wir sicher während der kommenden Veranstaltungen zählen. 

Nach diesen Beiträgen ergriff Herr Stärk noch einmal das Wort und drückte sein Verständnis für Herrn Kerstein aus. Auch er suche einen Nachfolger. Seit vielen Jahren engagiere er sich, doch es ist nicht leicht, jemanden zu finden. 
Weiterhin folgte die Nachwahl eines Revisors, da Veronika Frinke krankheitsbedingt ausfällt. Inge Schubert wird zukünftig ihre Aufgaben im Vorstand übernehmen.
Sie war zwar nicht anwesend, erklärte sich aber bereits im Vorfeld dazu bereit.
Die Mitglieder stimmten der Wahl ohne Gegenstimme zu.

Waldemar Stärk dankte allen Kassierern, die zuverlässig und pünktlich ihre Beiträge bei ihm abrechneten.

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Nach der Entlastung des Vorstandes...

... durch die Mitgliederversammlung übernahm noch die Vorsitzende das Wort:

Sie dankte allen Mitgliedern und Gästen für Ihre Disziplin, für ihre Ausführungen und Beiträge.

Persönlich bedankte sie sich noch einmal sehr herzlich bei der Landtagsabgeordneten, Frau Prof. Dr. Heppener für ihre ergreifenden Worte und wünschte ihr viel Glück für die nächsten Jahre als Privatperson. Als das Ehepaar Heppener versprach, dem Ortsverein auch weiterhin die Treue zu halten, reagierten die Mitglieder mit einem riesen Applaus.

Bei Musik, Tanz und vielen Diskussionen am Rande der Veranstaltung, kam jeder beim Essen auf seine Kosten. Viele freuten sich schon im Vorfeld auf die Eisbeine…, andere wählten die Alternative.

Beim Rundgang erhielt die Vereinsvorsitzende viele Denkansätze und Vorschläge zur Entwicklung. Längere Zeit verbrachte sie auch am Tisch der hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der AWO. Hier machte man sich Gedanken darüber, wie mit Kooperation noch mehr ältere Bürger erreichen werden könnten und so kamen bereits konkrete Vorschläge für das bevorstehende Sommerfest heraus.

"Wenn ich Bilanz ziehe, so war es wieder einmal eine recht gelungene Veranstaltung, die aber auch sehr tiefgründig war und viele Anwesende zum Nachdenken brachte. Viele dieser Gedanken werden wir im nächsten Vereinsjahr versuchen umzusetzen. Wir freuen uns auf diese Herausforderung und danken noch einmal an dieser Stelle den Veranstaltungsteilnehmern.", so Karin Sprenger zum Abschluss.

Ein großes Dankeschön geht auch Herrn Prehm, der für die musikalische Unterhaltung sorgte und mit der richtigen Musik zum Tanz animierte. Ebenfalls geht ein Dank an das Team der Gaststätte „Kulturheim Eckbusch“, welches wieder einmal kulinarisch keine Wünsche offen lies.

Text: Karin Sprenger/awo
Fotos: Sprenger/Stohn

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14943 Luckenwalde