AWO Regionalverband Brandenburg Süd e. V.

Sie befinden sich hier: StartseiteAWO Süd Aktuell / Aktuelle Meldungen / Beistand bei Behörden 

Informationen

Beistand bei Behörden

26.08.2011 Königs Wusterhausen.
Ein Projekt stellt Begleitpersonen, die beim Gang zu Ämtern moralische Unterstützung geben sollen
Flyer DIALOGO - Ämterbeistand S.1

Der Gang zu öffentlichen Behörden ist nicht Jedermanns Sache. Erst recht nicht, wenn es sich um diffizile Angelegenheiten handelt.
Um Menschen diese Unsicherheit zu nehmen, gibt es jetzt das Projekt „Ämterbeistand". Ins Leben gerufen wurde es von der SHIA, dem Bündnis für Familie, dem Offenen Büro DIALOGO und der Gefas. Dabei soll ein ehrenamtlicher Helfer beim Behördenbesuch moralische Unterstützung geben. Laut Sozialgesetzbuch gibt es dafür sogar eine juristische Grundlage – was aber viele gar nicht wissen.

„Mit einem Begleiter an ihrer Seite fühlen sich viele Menschen einfach sicherer", glaubt Ines Gündel von Dialogo. Harald Jäger, Geschäftsführer der Gefas, hat diese Erfahrung schon oft gemacht: „Die Akzeptanz bei den Ämtern ist einfach größer." Er legt Wert auf die Feststellung, dass es sich bei der Begleitperson nicht um einen vom Gericht bestellten Betreuer handelt, sondern lediglich eine Vertrauenspersons des Besuchers. Die ihrem Schützling während der Gespräche zwar durchaus auch mal einen Rat geben kann, in erster Linie aber „stummer Anwesender" ist. Reinhard Winkler war schon zweimal als Beistand dabei und hat durchaus positive Erfahrungen gemacht. „Allein unsere Anwesenheit verleiht mehr Sicherheit", hat er festgestellt. Ihm kommt zugute, dass er sich als ehemaliger Mitarbeiter der Deutschen Rentenversicherung mit dem Sozialgesetz bestens auskennt.

Auch Ingrid Dorroch, die mal als Kundenbetreuerin bei einer Bank arbeitete, hat Erfahrung in juristischen Fragen.
Man muss aber kein Experte sein, um als Ämterbeistand zu fungieren. „Es wird am 28. September eine Schulung geben und danach regelmäßige Erfahrungsaustausche", will Birgit Luckow vom Familienzentrum auch den ehrenamtlichen Helfern helfen. Diese bekommen selbstredend auch ihre Auslagen erstattet. Man will nun sehen, wie das Projekt anläuft. Interessenten können sich jedenfalls unter Telefon 03375 / 21 33 64 melden.
(sto, Blickpunkt)

Pressematerial