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AWO lehnt Pläne der EU-Kommission zur Erhöhung des Renteneintrittsalters ab

17.02.2012 „Dass die steigende Lebenserwartung für die Sozialsysteme nicht ohne Folgen bleibt, ist klar“, kommentiert der AWO Bundesvorsitzende Wolfgang Stadler die Zukunftspläne der EU-Kommission zur Zukunft der Rente, die heute vorgestellt werden.

„Es ist es aber hochgradig ungerecht, dass den heutigen und zukünftigen Rentnern von der Politik stets vermittelt wird, das sie nur ein Kostenfaktor seien - ein zu hoher noch dazu“, kritisiert Stadler.

Die Kommission fordert die EU-Staaten auf, das Rentenalter an die Lebenserwartung zu koppeln und damit das Renteneintrittsalter zu erhöhen. Ein solcher Vorschlag greife aber zu kurz, denn die Voraussetzungen dafür seien nicht gegeben. Stadler empfiehlt, genauer nach Deutschland zu schauen und auch die negativen Auswirkungen der Anhebung des Rentenalters in den Blick zu nehmen. Nötig ist ein Arbeitsmarkt, der Älteren auch nach Arbeitsplatzverlust Perspektiven für einen Wiedereinstieg bietet. „Wer über 50 ist, hat keine Chance mehr auf einen neuen Job. Für ältere Arbeitslose bedeutet eine Erhöhung des Renteneintrittsalters nichts anderes als eine zum Teil drastische Rentenkürzung“, kritisiert der AWO Bundesvorsitzende.

Stadler begrüßt aber die Pläne der EU-Kommission, Gelder aus dem EU-Sozialfonds dafür zu nutzen, ältere Menschen länger ins Arbeitsleben einzubinden. „Diese Mittel sollten dazu verwandt werden,  alters- und alternsgerechtere Arbeitsplätze, betriebliche Gesundheitsprävention und Weiterbildung zu unterstützen“, fordert Stadler